Der Johannenhof in der Presse



Fit for summer, CAP 2007

Artikel in CAP

 

Interview in der Pferdezeitschrift CAP 2007

PFERDEFITTNESS MIT SYSTEM

Mal ehrlich: Haben Sie Ihr Pferd bei Matsch und Schnee ausreichend bewegt und gymnastiziert? Nicht wirklich? Dann ist es jetzt höchste Zeit, die winterlichen Fettpölsterchen in Muskeln umzuwandeln. Der Dressur-, und Vielseitigkeitsausbilder Johannes Beck-Broichsitter sagt Ihnen, wie das geht.

TEXT: REGINA BUCKREUS-KÄSMAYR

Der Winter war eine Katastrophe. Und weil Katastrophen das so an sich haben, vermeidet man tunlichst, sie live in freier Natur mitzuerleben. Weil sein Reiter es angenehmer fand, noch ein Scheitchen Holz in den Kachelofen zu stopfen als gegen Nieselregen und Schneewehen zu kämpfen, lief so manch ein Vierbeiner in den vergangenen Monaten bestenfalls in der Führanlage. Oder stemmte sich auf der Koppel mit dem Hintern gegen den Wind.

Jetzt hält man es als Reiter in den Ställen wieder aus. Reitstunden und Ausritte sind angesagt und manch einer denkt schon über den ersten Turnierstart des Jahres nach. Was auch immer Sie planen - als erstes muss Ihr Pferd wieder fit werden. "Zunächst sollte der Pferdebesitzer ein System entwickeln", sagt der Pferdewirtschaftsmeister und Leiter der Reitschule Johannenhof in Heist, Johannes Beck-Broichsitter. "Er sollte sich klarmachen, wohin er will und in welcher Zeit er das schaffen möchte." Auf keinen Fall dürfe der Reiter Panik bekommen, weil das angestrebte Ziel - etwa ein Reitkurs oder ein Turnier - bereits in sechs Wochen stattfindet. "Nehmen Sie sich Zeit und arbeiten Sie gezielt", rät Beck-Broichsitter. Von der Winterpause direkt ins tägliche monotone Dressurtraining geht kein Pferd gern. Stattdessen sollte die aufbauende Arbeit auch aus Ritten im Gelände bestehen. Das schult die Aufmerksamkeit, den Gleichgewichtssinn und das Nervenkostüm des Tieres. Reiten durch Kuhlen, im Galopp durch den Wald, auf Wegen wo auch mal ein Ast quer liegt, das ist genau das, was Ihr Pferd jetzt braucht.

Um die Kondition zu verbessern, empfiehlt sich zumindest ein 20-minütiger Schritt-Ausritt vor dem eigentlichen Training in der Halle. Zur Abwechslung können Sie stattdessen auch immer wieder vor dem Reiten longieren oder Boden-, bzw. Handarbeit einbauen. Das unterstützt das Warmreiten und kann bei fortgeschrittenen Bodenarbeitsküstlern sogar die lösende Arbeit ersetzen. Nicht nur die Muskeln, auch das Gehirn des Pferdes muss nach der Winterpause wieder fit gemacht werden. "Es ist wichtig, dem Pferd neue Eindrücke zu geben", sagt Beck-Broichsitter. Fahren Sie mit Ihrem Pferd doch zum Beispiel immer wieder mal in eine andere Reithalle, um es ans Verladen und Reisen zu gewöhnen. "Man muss verschiedene Bereiche von Köpf und Körper beim Pferd ansprechen", weiß der 39-Jährige. "Ob das nun durch Reiten auf unebenem Boden im Gelände geschieht, durch Seitengänge in der Halle oder durch das Springen kleinerer Hindernisse." Der Phantasie des Reiters sind im Prinzip keine Grenzen gesetzt. Als möglichen Trainingsplan, abhängig vom Pferd natürlich, empfiehlt Beck-Broichsitter folgendes: Drei Mal pro Woche gezieltes Dressurreiten. Zwei Mal leichtere Arbeit, einmal Longieren mit anschließender leichter Arbeit unter dem Sattel, ein Ruhetag. Die Dressureinheiten sollten insgesamt etwa 60 Minuten dauern. Davon sind die ersten 20 Minuten Schrittreiten im Gelände. Anschließend folgen 10 Minuten lösende Arbeit in der Halle oder auf dem Reitplatz. Dazu gehören Leichttraben und Galoppieren auf Zirkel und ganzer Bahn, Schenkelweichen, Trab-Galopp-Übergänge und je nach Ausbildungsstand erste Seitengänge. Anschließend folgt eine "Auswertphase", in der probeweise einige Lektionen oder Aufgaben geritten werden können um den Ausbildungs-, und Konditionsstand des Pferdes zu überprüfen. Diese sollte jedoch acht bis zehn Minuten nicht überschreiten. Danach lässt man die Stunde am hingegebenen Zügel weitere 10 bis 15 Minuten ausklingen. Hat alles geklappt, so kann man im Verlauf des Trainings die Arbeitsphase intensivieren, indem man die Anforderungen erhöht. Zulegen, wieder einfangen und gezielte Arbeit an den Seitengängen sind mögliche Zielsetzungen.

Im besten Fall müssen Sie ihr Pferd nicht ganz allein wieder aufbauen, sondern haben jemanden, der darauf schaut, ob wirklich alles passt. Häufigster Fehler beim aufbauenden Training im Frühjahr: Zu viel wollen und das auch noch zu schnell. "Es ist wichtig, dass Sie sich Zeit nehmen und die Leistungen Ihres Pferdes allmählich steigern", sagt Beck-Broichsitter. "Es kann jedem mal passieren, dass er zu viel fordert. Aber das sollte die Ausnahme sein. Kennt man sein Pferd und kann sich gut hineinfühlen, merkt man sehr schnell, dass etwas nicht stimmt. Ob es zum Beispiel Muskelkater hat, erkennen Sie an seinen klammen Bewegungen. Sind hier die ersten Schritte nicht wie gewohnt, stimmt etwas nicht. Manchmal kann man schon beim Putzen oder Satteln sehen, dass das Pferd quengelig schaut und keine Lust auf Reiten hat. Läuft ihr Pferd einen Tag harmonisch und am nächsten klamm, dann haben Sie wahrscheinlich etwas falsch gemacht."

Der Griff in die homöopathische Stallapotheke sollte nicht zur Gewohnheit werden um Muskelkater zu beseitigen. Besser ist, die Ursachen dafür abzustellen. Denn: Ist die Hemmschwelle erst einmal gesunken, so greifen viele Pferdebesitzer auch zu schulmedizinischen Mitteln um körperliche Defizite zu begleichen. Was aber jeder Reiter tun darf und sogar sollte: Am Futterplan des Vierbeiners basteln. Ein Pferd im Training braucht "salopp gesagt, eine Haferschippe mehr", so Beck-Broichsitter. Wie genau Proteingehalt und Rohfaseranteil bei ihrem Pferd beschaffen sein sollte, ist individuell und wird am besten von einem Futterfachmann berechnet. Geht es mehr in Richtung Vielseitigkeit, gibt es nach erfolgreichem Grundtraining zusätzlich noch eine zweite Trainingseinheit am Nachmittag. Das kann das Laufen in der Führanlage sein aber auch ein Spaziergang als Handpferd durch den Wald. Später geht es dann über Geländehindernisse und zur Verbesserung der Aufmerksamkeit über einen bunten Springparcours. Durch gezieltes Intervalltraining (zwei Minuten Galopp, eine Minute Pause, drei Minuten Galopp, eine Minuten Pause ...) bekommen diese Pferde immer mehr Ausdauer.

Werden Sie aber über all dem Training nicht zu ehrgeizig! Im Hause Beck-Broichsitter geht man bei jedem Pferd - ob Lipizzaner oder Deutsches Warmblut, ob Dressur-, oder Vielseitigkeitskünstler - mit Ruhe und System ins Training. Da darf weder der Entspannungstag noch das genaue Beobachten der Pferde fehlen. Dementsprechend lautet der Leitsatz des Johannenhof: "System statt Gewalt - durch System zur Freiwilligkeit".

Dressur mit Variationen von Nikola Fersing, Freizeit im Sattel 11/03

Im Westernstil, klassisch barock oder streng nach der Ausbildungs-skala der FN - was allen Reitweisen gemeinsam ist und was sie trennt, zeigten sechs Ausbilder beim Seminar im FS Reit-Zentrum Reken
"Wir wollen hier verschiedenen Ausbildern den Raum geben, ihren Weg zu zeigen", sagte Jochen Schumacher, Leiter des FS Reit-Zentrums ... .
Für jedes Paar gibt es die geeignete Reitweise, doch müssen dabei die Grenzen erkannt und respektiert werden: Was kann das Pferd leisten, was der Mensch? Einig sind sich alle Referenten darin, dass ein ständiger Wechsel des Lehrers oder gar der Reitweise schlecht ist. Die Aufgabe der Referenten war es, mit Blick auf die Skala der Ausbildung und ihrer Elemente ihre Arbeitsweise zu erklären.
Durchweg alle wollten Dressur als Gymnastizierung verstanden sehen, Grundlage jedes pferdeschonenden Reitens. Erst dann gabeln sich die Wege. Reicht dem Gros der Freizeitreiter vielleicht das rittige, gehorsame Pferd, so möchte ein anderer Schleifen gewinnen und ein dritter sich und sein Pferd bis zur hohen Schule perfektionieren. Verschiedene Wege vorzustellen, das war Ziel dieses Rekener Jahresseminars.

 


Super Camp in Tewel

Jeden Tag ein kleines bisschen mehr...

Vom Fohlen über Jungpferde bis zum 24-jährigen Lippizanerhengst, der von Johannes Beck-Broichsitter zusammen mit Birger und seinem Quarterhorsehengst "Lena's Paul" eine Vorführung der besonderen Art zeigte.
Parelli meets Classic, so hieß der Programmpunkt, bei dem beide ohne Sattel ritten. Zu Gast beim Tag der offenen Tür war auch der 37-jährige Johannes Beck-Broichsitter. Er ist ein bekannter Barock-Pferde-Reiter (seine Bereiterlehre absolvierte er bei Oberbereiter Johann Riegler von der Wiener Hofreitschule). Außerdem ist er Pferdewirtschaftsmeister und sein Motto bei der Ausbildung der Pferde lautet: "Mit System zur Freiwilligkeit". Zur Vorführung brachte er seinen 24-jährigen Lippizaner Hengst "Favory Roviga" aus der Wiener Hofreitschule mit. Gemeinsam mit Birger zeigte er : Galoppwechsel, Pirouetten, Piaffe und einen kleinen Sprung nahmen sie auch.
Es war wieder einmal der Beweis, dass sich k l a s s i s c h e s Reiten und PNH nicht gegenseitig ausschließen. Und wie Birger an diesem Tag sagte: "Es gibt keinen Reitstil, sondern nur gutes oder schlechtes Reiten!"

Johannes Beck-Broichsitter: Vielseitigkeit ist gefragt

Beck-Broichsitter vom Johannenhof in Heist betrachtet die Skala der Ausbildung nicht nur unter dem Aspekt der Pferdeausbildung, sondern auch im Hinblick auf die Schulung von Reitern und Reitlehrern.
"Wir müssen die Skala so vertreten und lehren, wie sie in den Richtlinien steht. Denn wir bilden FN-Trainer aus, und wenn diese Abweichungen der Skala später weiter geben, wird sie bald kein einheitliches System mehr sein." Trotz seines eigenen Engagement für das Barockreiten favorisiert er ein vielseitig einsetzbares Gebrauchspferd, das im Gelände und Spiel-parcours gelassen ist und auch einmal einen Sprung wagt.
Seine Ausführungen vom Lösen bis zur höheren Versammlung wurden demonstriert von der jungen Bereiterin Nicole Weinangel, die den Lipizzanerwallach Pluto Gaitana und die Trakehner-Oldenburger Stute Tweety, zwei harmonische Rappen, im Aufbau einer Reitstunde vorrit. (nicht Bereiterin, "Weinauge" und Gaetana, Anm.JBB)
Zwar lehrt Beck-Broichsitter die Skala buchstabengetreu, doch achtet er in der praktischen Umsetzung stets darauf, sie den Erfordernissen anzupassen und den Reiter zum eigenen nachdenken zu erziehen; was bleiben muß, sind seiner Meinung nach die Grundphasen Gewöhnung, Entwicklung der Schubkraft und erst dann Entwicklung der Tragkraft.
(Einleitung leicht gekürzt)




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